Motorradtour Griechenland 01.-14.Juni 2015 
mit Klausi und Arno 



Sonntag 30.Mai

Motorrad aufpacken und für die große Reise vorbereiten. Nach etlichen versuchen, die benötigten Sachen für die große Reise auf dem Motorrad unterzubringen, hat es endlich geklappt und alles ist verstaut. Alles ist fest verzurrt und an seinem Platz. Die Reise kann beginnen.

  

Montag 01.Juni 593km

Um 05:00 Uhr Treffpunkt bei der Jet-Tankstelle in St.Veit und die große Reise kann beginnen



Arno kommt an





und auch Klaus ist angekommen

 Arno                             Herbert                            Klaus

Das Thermometer zeigte gerade einmal 10 Grad an und es ist Nebelig. Kurz nach fünf Uhr fahren wir drei entlang am Ossiachersee nach Annenheim und weiter auf der Autobahn nach Italien. Unsere Fähre von Triest nach Igoumenitsa aus wurde abgesagt, also mussten wir die Fähre Ancona-Igoumenitsa nehmen. Das bedeutet, dass zur Fähre 300 Kilometer weiter zu fahren ist. Über Udine erreichten wir bald Venedig und hier wollen wir die Autobahn verlassen und entlang der Küste bis zum Fährhafen in Ancona fahren.

 Vorbei an Ravenna und Rimini führt uns der Weg. Nach einigen Pausen und alle 200 km einen Tankstops (Arnos Kawasaki), kommen wir rasch vorran. Auch musste eine Reparatur an Klaus Kraftstoffpumpe seiner Afrika Twin, die mit einer Nagelfeile und etwas Geschick, bald wieder Instand gesetzt wurde. 

Endlich erreichten wir gegen 15:00 Uhr und nach 593 km den  Hafen von Ancona.

Nach dem Festzurren der Motorräder suchten wir unsere Schlafsessel auf und haben unsere Sachen abgelegt. 

Dann konnten wir uns ein kühles Bier genehmigen und haben die Fähre besichtigt

 Die Überfahrt verlief ruhig und so erreichten wir den Hafen von Igoumenitsa.

Dienstag 2.Juni  135km

Als wir die Fähre verlassen wollten, bemerkte ich an dem Vorderreifen meines Motorrades einen Plattfuß. Also musste die Fähre mit dem platten Vorderreifen verlassen werden, welches nicht so einfach war. Es mussten zwei steile Rampen hinunter gefahren werden, um das Schiff zu verlassen. 
Mit dem platten Vorderreifen verließ ich den Fährhafen, um vor dem Tor das Vorderrad auszubauen. 
Arno und Klausi suchten derweilen einen Reifenservice, um den Reifen zu flicken. Ais ich das Vorderrad ausgebaut und den Reifen abmontiert hatte, kamen die Zwei zurück. 
Felge und Reifen aufladen und ab zum Vulkanica. Nach einer Stunde kommen Arno und Klausi mit dem Vorderrad zurück und ich konnte das Rad wieder einbauen. Jetzt fängt die Griechenlandreise an.Entlang der Küste fahren wir Lefkas entgegen. Gegen 15:00Uhr machen wir an einer Tankstelle Pause zum Tanken und um einen griechischen Salat zu essen. Danach führt uns die Straße weiter entlang der Küste zur Insel Lefkas.

In Lefkada genhemigen wir uns eine Kaffeepause, denn es sind nur noch 29km bis zu unserem Campingplatz Santa Mavra nahe der Stadt Dessimi.

Um 17:00Uhr erreichen wir Diesen und schnell sind die Zelte aufgebaut und die Schlafmatte mit dem Schlafsack im Zelt verstaut. Arno bemerkt bei der  Kettenpflege, dass an seinem Kettenschloß die Sicherung fehlt. Dank meiner Ersatzteile konnten wir den fehlenden Teil rasch ersetzen und schlimmeres verhindern.

Endlich kommen wir ins Meer zum Schwimmen

 Die Wassertemperatur ist, nach unserem schweißtreibenden Tag einfach herrlich. Klausi und ich schwimmen zu einer entfernten Höhle. In der kleinen Höhle ist ein Kiesstrand und in einer Felsnische ein Heiligenbild mit Kerzen untergebracht. Wieder zurück am Platz werden unsere restlichen Utensilien verstaut und abends essen wir in dem Restaurant am Campingplatz. 

Nach dem Essen und etwas Wein liegen wir bald in unseren Schlafsäcken und schlafen schnell ein.

Mittwoch 3.Juni 126km

Heute wird erst mal gemütlich Gefrühstückt, um uns dann auf  Lefkas umzuschauen. 

Die Fahrt führt auf schmalen Straßen durch die Berge nach Vasiliki und weiter zu den Sandstränden an der Westküste. Eine steile und schmale Straße führt uns zu einem weiten Sandstrand mit einer Snackbar hinunter. 

Da trinken wir einen Kaffee, aber mit schwimmen im Meer wird leider nichts, da es hier keine Duschen gibt und es mit salziger Haut nicht angenehm in der Motorradkombi ist. 

Also baldiger Aufbruch und weiter die Insel erforschen. Weiter Südlich wollen wir wieder zu einem Strand hinunter, aber bald endet die steile Straße an einem Parkplatz. 

Mit dem Motorrad kommt man nicht weiter und es währen 350 Stufen bis zum Strand. Diese wollte von uns aber keiner gehen, da die Temperatur bei 30Grad liegt.

Also wieder zurück zu einem kleinen Restaurant am Beginn der Straße. Es wird Zeit für`s Mittagessen und hier gibt es Hammel.

Nach einem schmackhaften Essen führen uns schmale Wege durchs Inselinnere Lefkada entgegen.Irgendwo im Bergland erblichen wir eine Kapelle auf einer Bergspitze und suchen den Weg hinauf. 

Nach kurzer suche, und auf Abenteuerlicher Straße, erreichen wir die Kapelle auf 980 Meter Höhe.

Hier werden etliche Fotos geschossen und es gibt eine schöne Aussicht nach Lefkada.

Nach weiteren schmalen und kurvenreichen Straßen erreichen wir Lefkada und kehren im selben Kaffeehaus, wie auch bei der Anreise, ein. Danach wieder dieselbe Straße, wie auch bei der Anreise zurück zum Campingplatz. Hier erstmal zum Abkühlen eine Runde schwimmen und abends wieder ins Restaurant um zu Speisen.

Donnerstag 4.Juni 198km

Tag der Weiterfahrt. Frühstücken und Zusammenpacken. Um 10:00Uhr verlassen wir den Platz und fahren vorbei an Lefkada aufs Festland. Zuerst entlang der Küste, dann vorbei an Bonitsa wollen wir in`s Hinterland zu einem Stausee.

Hier angekommen fahren wir entlang des Seeufers und kommen zu einer Schotterstraße, die frisch gebaut wird. Nachdem diese Schotterstraße sehr breit ist, nehmen wir an, das diese um den See führt und uns wieder zu einer Hauptstraße bringt.

Nach ca. 15km erreichen wir Malataiko. Der Ort hat nur einige Häuser und eine Kirche, bei der wir standen, als uns ein Mann zu einem Getränk einlud.

Auch erfuhren wir, das die Straße hier zu Ende sei. Er konnte kein Deutsch und wir kein Griechisch, also wurde mit Gesten "gesprochen". Zuerst folgten wir ihm zum See geführt und danach zu seinem Heim.

Hier wurden wir zum Essen eingeladen und eine Absage kommt für ihm nicht in Frage, also wurden frische Eier geholt und gekochtes Rindfleisch kommt auf dem Tisch.

Nach kurzer Zeit bekommt jeder zwei Spiegeleier und ein Stück vom Rindfleisch, auch Brot und ein Wasser. Wir konnten ausdeutschen, daß hier eine Bäckerei war und er Selbstversorger ist.

Auch seine Gewürze, die gereicht wurden, stellt er selbst her. So wurde noch einige Zeit versucht, uns auszutauschen. Seinen Namen haben wir nicht erfahren, aber die Telefonnummern wurden ausgetauscht.

So eine Gastfreundschaft habe ich noch nicht erlebt und er wäre sicher enttäuscht gewesen, wenn wir nicht eingekehrt währen. Unsere Fahrt führt uns wieder zurück zur Hauptstraße und folgten dieser bis nach Thermo

Nachdem es schon früher Abend war, beschlossen wir hier ein Zimmer zu nehmen. In einer Kneipe  fragten wir danach und bekamen ein Dreibettzimmer um 30Euro für die Nacht. Nach dem einräumen gehen wir in den Ort.

In einem kleinen Restaurant essen wir Lamm und Suflaki, dazu trinken wir Rotwein und Nero.

Später noch in eine Bar auf ein Glas Wein.


Freitag 5.Juni 367km

Heute wollen wir zum Orakel von Delphi. Um 13:00Uhr stellen wir die Motorräder am Parkplatz ab und gehen zu den Ausgrabungen

Heute ist der Eintritt frei und wir besichtigen die alten Tempelanlagen. Nachdem wir alles gesehen haben fahren weiter durchs Hinterland nach Chalkida. Über eine Brücke erreichen wir die Insel Euböa

und fahren auf der 44 bis nach Psahna. Von hier aus führt uns der Weg auf schmalen und kurvenreichen Nebenstraßen zur Küste.

Nachdem es hier keinen Campingplatz gibt, fahren wir auf einem Off Road-Weg entlang der Steilküste nach Norden und hoffen, das der schmale Weg nach Pilio  führt.

Inzwischen wird es Dunkel und kein Ende des Weges ist in Sicht. Vorbei an kleinen Siedlungen erreichen wir wieder eine befestigte Straße und um 21:00Uhr treffen wir endlich in Pilio ein. Aber auch hier ist kein Campingplatz, sondern nur ein freies Camping auf einer Wiese nahe am Meer. Inzwischen ist es dunkel geworden und keiner hat Lust aufs Zeltaufstellen. Also zuerst in dem kleinen Restaurant etwas essen und hier machen wir uns Gedanken, wie wir die Nacht verbringen werden.

Wir Parken die Motorräder nahe der Mauerbegrenzung am Strand und wollen die Nacht zwischen den Motorrädern und der Mauer verbringen.



Nach dem essen sehen wir uns am Strand um und sehen einige Liegen unter Strohschirmen stehen. 





Der Entschluss ist schnell gefasst und die Liegen werden unsere Betten. Auch eine Dusche ist am Strand und so dusche ich noch schnell, bevor ich in den Schlafsack krieche.




Irgendwann fängt es an zu regnen und wir holen unsere Planen, die als Zeltunterlage gedacht sind, um uns vor dem Regen zu schützen. So verbringen wir die Nacht auf den Strandliegen und die Planen halten den Regen, der stärker wird, ab. 


Samstag 6.Juni 196km

Früh am Morgen werden Klausi und ich von Arno geweckt, der die Nacht unter einem kleinen Dach beim nahen Haus verbracht hat.

Der Regen hat aufgehört, also schnell die Sachen einpacken und unsere Reise geht weiter. Im Ort trinken wir einen Kaffee und danach werden unsere Motorräder vollgetankt.

Der Himmel ist stark Bewölkt, sodas wir unsere Besichtigung von Euböa absagen und uns auf nach Volos machen. 

In Agirovotano hat sich das Wetter soweit gebessert, das wir eine Mittagspause einlegen. 

In einem kleinen Restaurant am Hafen essen wir zu Mittag um danach zur Fährverbindung zum Festland zu fahren.

Hier treffen wir einen Deutschen Motorradfahrer, der Europa in drei Monaten (lt.seiner Aussage 28000km) umrunden will. Wir sind uns einig, das dieses Vorhaben zu viel Stress bedeutet. (es sind 400km am Tag zu fahren) Um drei Uhr setzen wir zum Festland über und fahren weiter nach Volos.

Am Hafen angekommen genehmigen wir uns erstmal einen Cappuccino im Green Park, einem netten Cafe mit Meeresblick und netter Bedienung. Von hieraus sind es nur noch 29km bis zum Camping Sikia, wo wir einige Tage bleiben wollen.

Um 17:00Uhr beziehen wir ein Apartment, da der Wetterbericht für Sonntag starkregen vorhergesagt.

Nach dem Abladen der Motorräder hat sich das Wetter soweit gebessert, das wir noch im Meer schwimmen können.

Den Abend lassen wir bei Rotwein ausklingen.

Sonntag 7.Juni

Heute ist Ruhetag. 

Dazu gehört ein ausgiebiges Frühstück. Es regnet den meisten Tag und wir kommen zum Wäsche waschen und verbringen die meiste Zeit im Apartment.

Auch nutzen wir den Tag zum Wäschwaschen. Ich komme endlich dazu, diesen Bericht zu schreiben und mit Arno Schach zu spielen.

Es hat aufgehört zu Regnen und wir machen einen Spaziergang entlang der Küste.

Abends gehen wir in den nahen Ort zum Abendessen. 


 Montag 8.Juni 224km

Heute ist das Wetter besser und wir wollen die Halbinsel Volos erkunden.

Um 10:00Uhr machen wir uns vom Camping Sikia aus auf den Weg nach Süden, fahren auf kurvenreichen, engen und steilen Straßen vorbei an kleinen Orten. Da es in der Nacht noch geregnet hat, sind einige Abschnitte  der Straße noch nass und wir müssen höllisch aufpassen, da der Straßenbelag sehr rutschig ist. Vorbei an Volina haben wir bald den südlichsten Teil von Volos erreicht. Hier ist die Straße zu Ende und man kommt nur mit einer Fähre nach Agos Ioannes. 

Nach einigen Fotos machen wir kehrt und fahren, indem wir anderen Straßen folgen nach Platanias. Hier angekommen setzen wir uns in eine Bar am Sandstrand

Erst einmal ein kühles Getränk und einen Cappuccino, danach Fotos machen und den Strand besichtigen.

Bald fahren wir der Küste entlang weiter und erreichen auf schmalen, 

kurvenreichen und teilweise Schotter-Straßen wieder die Hauptstraße, die uns zurück zum Campingplatz bringt.

Kurz vor unserem Campingplatz tanken wir die Motorräder voll und da es noch nicht spät ist, fahren wir noch eine Runde in die umliegenden Berge.

Vor einer Taverne halten wir an

Wir sind die einzigen Gäste und der Wirt heizt den Ofen ein. 

Es kommt eine gemischte Platte mit verschiedenem Fleisch und Kartoffel auf den Tisch. Dazu einen griechischen Salat. Als wir aufbrechen und die steile Straße zu unseren Campingplatz fahren wird es bereits dunkel, also fahren wir vorsichtig hinunter zur Küste.

Dienstag 9.Juni 369km

Tag der Weiterreise.

Alles einpacken und nach dem Bezahlen führt uns der Weg entlang der Küste nach Volos. Arno braucht noch Bargeld und so suchen wir im Straßengewirr einen Bankomat. Dieser wird bald gefunden und der Weiterreise steht nichts mehr im Wege. Durch die Stadt geht's nicht so flott, aber auch das wird hinter uns gebracht und bald sind wir wieder auf engen und kurvenreichen Straßen unterwegs. Entlang der Straße wird eine Wasserleitung verlegt. Es wird einfach eine Rinne in den Straßenbelag gefräßt und eine Wasserleitung hineingelegt. Sehenswert ist auch die Absicherung der Baustelle- es gibt keine. Mit dem Motorrad möchten wir nicht in diese Rinne kommen.

Durch den kleinen Ort Melissatika erreichen wir das bergige Hinterland.

Bei Kanalia sehen wir eine riesige Wasserfläche und glauben es ist das Meer. Aber so schnell können wir nicht sein und es handelt sich um den Stausee Limini Karla. Nach einem Fotostop setzen wir die Fahrt fort und erreichen nach unendlich-schönen Kurven den Sandstrand von Agiokompos.

Direkt am Strand wird ein Restaurant aufgesucht und wir essen eine Kleinigkeit.

Beim Aufbruch machen wir noch einige Fotos am Strand und ich sammle noch einige Steine für Edith.

Die Fahrt entlang der Küste geht zügig voran und bald sind wir in  Plaka. 

Hier führt uns der Weg links ab auf den Berg Olymp.

 Die Straße führt durch eine schöne Landschaft auf 1092Meter über dem Meer.

Auch hier ist ein Fotostop muss und nach etlichen Fotos machen wir uns auf die Abfahrt. Wieder an der Küste angekommen, nehmen wir denselben Weg zurück, um bei Leptokarya wieder ins Landesinnere zu fahren. Auch hier ist die Straße kurvenreich und führt uns vorbei Karya, Sikaminea, Olimpiada,  Elassona, Kerasoula und Mikani nach Kalambaka bei den Meteora Klöstern. Diese wollen wir besichtigen und besuchen erst einen Campingplatz, der aber durch den Regen am Tag, nicht sehr Einladend wirkt. Also nach kurzer Beratung ein Hotel suchen. Nach zwei Absagen findet sich das Hotel Meteora mitten im Ort.

 Das Dreibettzimmer ist nicht gerade mega, aber zum Schlafen reicht es immer.

 Auch der Preis ist OK. Schnell Duschen und dann ab in den Ort zum Abendessen. Heute haben wir etliche Kilometer gemacht und sind auch recht spät angekommen. Nach kurzer suche findet sich ein Restaurant und wir Speisen ordentlich. Später gehts noch in eine Bar zu einem gute Nacht trunk.

 

Mittwoch 10.Juni 21km

Unser Hotel mir Blick auf die Felsen

Heute wollen wir die Meteora-Klöster besichtigen. Wir gehen zeitig zum Frühstüch und staunen über den gedeckten Frühstückstisch. Der Tisch ist fast zu klein für die Vielfalt an Sachen. Es fehlt noch der Kaffee und Saft am Tisch.

Dann gehts mit leichtem Gebäck zu den Klöstern.

Das größte sehen wir uns an. Da Arno und ich schon einmal mit dem Womo hier waren, kennen wir uns ein wenig aus und können für Klausi den Fremdenführer spielen.

Zuerst gehen wir viele Stufen hinunter um durch einen Tunnel auf der anderen Seite wieder nach oben zu gelangen.

Oben angekommen gehen erst mal durch die Museen und besichtigen die inneren Räume.

Danach gehts auf die Aussichtsplätze, von denen man einen grandiosen Blick auf die anderen Klöster und auf Kalambaka hat.

Nachdem alles Besichtigt wurde, gehen wir noch hinter den Verkaufsbuden einen versteckten Weg entlang zu den gegenüberliegenden Felsen

Den Tip hat uns der Hotelbesitzer gegeben und es hatte recht, von hier hat man eine tolle Aussicht.


Nach unserer Rückkehr fahren wir noch zu einem entfernten Kloster, das wir aber aufgrund der Hitze nicht mehr Besichtigen und lieber zurück nach Kalambaka fahren. Da an Arnos Vorderreifen etwas Luft fehlt und wir auch tanken müssen, suchen wir die Tankstelle im Ort auf.

Wenn wir schon hier sind und auch ein Wasserschlauch mit Bürste vohanden ist, reinigen wir gleich die Motorräder von unseren Off Road Ausflügen. Auch die vielen Mücken von unserer gestrigen Anreise werdern entfernt und so haben wir wieder freie Sicht nach vorn.

Danach aber in unsere Kneipe zu einem kühlen Getränk. Danach stellen wir unsere Motorräder zum Hotel. Heute sind  drei Schweizer mit einer BMW und zwei Moto Guzzi angekommen. Zwei Damen und ein Herr von nicht gerade jungen Jahren sind mit den schweren Motorrädern unterwegs. Die Damen haben erst vor nicht allzu langer Zeit mit dem Motorradfahren begonnen und sind noch ziemlich flott unterwegs. Sie fahren heute nach Igoumenitsa, da ihre Fähre am Abend ablegt.

Nach dem Duschen gehen wir in die Stadt um am Kreisverkehr ein Restaurant fürs Abendessen zu suchen. Dieser Kreisverkehr ist der Treff von Kalambaka.

Uns zieht es immer wieder hierher und die Lokale sind auch gut besucht. Nach dem Essen trinken wir noch einen Wein in "unserer" Bar und verschwinden bald ins Hotel.

Donnerstag 11.Juni 239km

Heute wollen wir weiter zur Vikos Schlucht. nach dem Frühstück packen wir auf und sind nach einem Plausch mit den Schweizer Motorradfahrern bald unterwegs. Zuerst folgen wir der 15 um diese bei Mourgkani zu verlassen und weiter durch die Berge zu fahren. Einer kurvenreichen Straße mit herrlicher Landschaft folgen wir bis kurz vor Malakasi. Hier führt die Route nach rechts, aber diese Straße ist gesperrt und vor uns geht's zur Autobahn. Aber links führt eine schmale Straße ab und dieser folgend endet sie in einem kleinen Ort. Weiter führt nur ein Feldweg, der aber in unsere Richtung zeigt. Also weiter auf dem Schotterweg und nach einigen Kilometern fahren wir unter der Autobahn durch und kommen wieder auf die richtige Straße. Keine Absperrung weit und breit, also ab auf den Berg.

Die Straße ist breit, hat aber einige Fahrbahnschäden, sodass wir sehr Vorsichtig fahren. Nach etlichen Kilometern kommt uns das erste Fahrzeug entgegen, auch vier Motorradfahrer haben die Straße befahren, die restliche Zeit sind wir alleine unterwegs.

Auch an einsamen Gehöften führt die Straße vorbei. Mitten im nichts findet sich ein Ort mit alles Steinhäuser und einem Gasthaus

schattigem Sitzgarten. Wir machen Pause und essen wieder einmal griechischen Salat.

Im Sitzgarten unter einem Dachvorsprung haben Schwalben ein Nest mit Jungen. Sie fliegen über unsere Köpfe hin und her und bringen Futter für die Jungen. Nach der Mahlzeit setzen wir die Fahrt fort und kommen zu den bekannten Steinbrücken rund um die Vikos Schlucht.

Bei der einen machen wir Fotostop und treffen Österreicher. Gegenseitig machen Fotos und sind bald wieder unterwegs. Weiter durch die Bergwelt, vorbei an Doliani und Fragkades erreichen wir Kokon am Anfang der Vikos Schlucht.

Von hier führt und die Straße steil Bergauf nach Vradeto. Von hier geht eine Schotterstraße weiter, aber nur ein paar Kilometer, dann ist der Weg zu Ende. Auch die Vikos Schlucht ist von hier nicht zu sehen. Es gibt einen Wanderweg zur Schlucht, aber mit der Motorradkluft hat keiner Lust zu laufen.

Also wieder zurück nach Vradeto und erst einmal Kaffeepause. Auf der Rückfahrt sichten wir noch eine Verladestelle für das Vieh und die Transporter in die Vikos Schlucht.

Nach den Fotos erreichen wir wieder die Hauptstraße und fahren auf die andere Seite der Vikos Schlucht.

Wieder kommen wir an einer Steinbrücke vorbei und machen einen Fotostop. Und weiter geht's, durch Wald und ein Tal bis nach Monodendri. Von hier kann man zur Schlucht wandern, oder aber weiterfahren und man kommt zu einem Aussichtspunkt direkt an oberhalb der Schlucht.

Wir fahren zur Schlucht und haben nur wenige Meter zu gehen. Auf einem schmalen Steig gelangt man zu einem Aussichtspunkt nahe am Abgrund.

Von hier sieht man bis zum Grund der Schlucht. Es ist nicht ungefährlich, so nahe an Abgrund zu stehen und in die Tiefe zu sehen. Aber alles geht gut und nach einiger Zeit treten wir den Rückweg zu den Motorrädern an.

Am Parkplatz steht ein Camper aus Deutschland, die die Nacht hier verbringen wollen. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns. Wieder zurück auf der Hauptstraße folgen wir dieser bis Ioannina. Hier nehmen wir ein Zimmer in Hotel Galaxy, mitten im Zentrum.

Ein Dreibettzimmer bekommen wir und es ist recht eng, aber für eine Nacht geht's. Nachdem alle geduscht und umgezogen sind, machen wir uns auf den Weg zu einem Restaurant.

Nach dem Essen trinken wir noch ein Glas Wein und spazieren durch die Straßen von Ioannina. Am Rückweg genehmigen sich Klausi und Arno ein Eis, mir geht's nicht so gut. Im Hotel muss ich mich übergeben und habe eine unruhige Nacht. Auch Klausi muss sich übergeben und es geht ihm am Morgen noch schlecht. Es kann nur das essen gewesen sein, denn Arno hatte frisches Lamm und wir hatten etwas mit Hackfleisch.

Freitag 12.Juni 135km 

Nachdem es Klausi und mir nicht gut geht, wollen wir heute direkt nach Igounenitsa fahren und uns am Sandstrand erholen. Bei der Abfahrt erwische ich die falsche Richtung und so umrunden wir noch den See bei Ioannina und fahren erst dann in Richtung Igoumenitsa. Aber auf die Autobahn hat auch niemand Lust und so nehmen wir die 6 bis Soulopoulo um dann über die Berge vorbei an Neraida und Mavroudi nach Igoumenitsa. Am frühen Nachmittag kommen wir am Sandstrand an und Klausi und ich befestigen unsere Hängematten direkt an Bäumen beim Meer.

Arno hat noch keine Lust zum Rasten und will noch alleine zur Grenze von Albanien fahren.

Wir wollen uns erholen und bleiben am Strand. Auch eine Dusche finden wir und so können wir auch ins Meer zum Abkühlen. Kaum liege ich in der Hängematte, bin ich auch schon eingeschlafen.

Klausi hält wache und nach zwei Stunden erwache ich und koche erstmal einen Kaffee. Wir haben ja alles mit und wenig verbraucht.

Dazu gibt es Kekse, die mir Klausi schon vor Tagen gebracht hat. Den restlichen Nachmittag verbringen wir mit rasten und schwimmen.

Am frühen Abend kommt Arno von seiner Erkundungstour zurück und legt sich an den Strand.

Später packen wir unsere Sachen zusammen und wir gehen ins nahe Strandrestaurant zum Essen. Zaghaft probieren Klausi und ich, ob wir schon etwas vertragen, aber es geht besser als gedacht und es schmeckt sogar. Gegen 22:00Uhr suche ich eine ruhige Stelle, um die Hängematte aufzuhängen. Wir bleiben heute Nacht am Strand, denn um 04:30Uhr sollen wir zur Fähre.

Etwas abseits der Straße finden sich Bäume für die Hängematten und bald liege ich im Schlafsack. Klausi und Arno kommen später, aber an schlaf ist kaum zu denken. Zuerst machen sich Millionen von Stechmücken über uns her, dann kommen noch Halbstarke mit ihren lauten Mopeds und machen die Straße neben uns unsicher. 

Samstag 13.Juni 9km

Aber auch diese Nacht geht vorbei und um halb fünf fahren wir zum Fährhafen. Die Tickets bekommen wir erst gegen 05:30Uhr und so trinken wir noch einen Kaffee.

Um sechs Uhr fahren wir auf die Fähre und verzurren unsere Motorräder und ziehen uns um. Diesmal stehen wir ganz unten und es ist erdrückend heiss. Schnell ans Deck und frische Luft schnappen.

Im Stiegenhaus legen wir unsere Sachen ab und gehen erst einmal Frühstücken. Später legen wir uns zu unseren Sachen und holen etwas Schlaf nach. Am Nachmittag begeben wir und an Deck und trinken ein paar Bier.

Danach schlendern wir durchs Boot und spielen Schach. So verbringen wir den Tag und abends machen wir uns in der Bar bequem und spielen bis Mitternacht Schach.

Dann werden wir vom Personal verjagt, denn die Bar macht zu. Wir gehen zu unseren Schlafsäcken und ich gehe noch Duschen. 

Sonntag 14.Juni 310km

Um sechs Uhr stehen wir auf und räumen unsere Klamotten zusammen. Danach verstauen wir alles beim Abgang zum Fahrzeugdeck und gehen Frühstücken. Spiegelei mit Weckerl, dazu Kaffee und Saft. Klausi und Arno nehmen Omelett und bezahlen dafür ein Vermögen. Wir gehen noch an Deck, um die Einfahrt nach Venedig zu sehen.

Aber der Fährhafen wurde in die Industriezone verlegt und so kommen wir nicht nach Venedig. Bald danach können wir zu den Motorrädern und packen alles auf.

Nach kurzer Zeit fahren wir hinauf zur Rampe und es gießt in Strömen. Also auf die Seite fahren und den Regenkombi raus. Ich wollte die Regenkombi zuerst gar nicht mitnehmen, aber jetzt bin ich froh darüber. Im strömenden Regen fahren wir auf der Autobahn nach Hause. Im Kanal Tal geht ein Gewitter nieder, dass um uns die Blitze nur so einschlagen und auf der Straße viel Wasser ist.

Mit bedachter Fahrweise  meistern wir auch dieses und bleiben nur einmal zum Tanken, Maut bezahlen und Kaffeetrinken stehen. Die weitere Fahrt verläuft ohne Zwischenfälle und gegen Mittag sind wir in St.Veit.

In der Villacherstraße verabschieden wir uns und fahren nach Hause. Ales in allem ist alles gut gegangen und wir sind Gesund zurück. Es wurden 3012 Kilometer zurückgelegt (Teilweise Schotterstraßen), 2x auf der Fähre, 2x im Zelt, 2x im unter freiem Himmel und 7x im Hotel geschlafen. Wir hatten einen Platten, zwei gebrochene Blinkergläser, 2x Benzinpumpen defekt, ein Kettenschloss, einen gebrochenen Sturzbügel und diverse lose Schrauben zu beklagen, aber alles konnte vor Ort Instandgesetzt werden. Es war eine schöne Motorradreise und es sollte nicht unsere letzte sein...



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